Sylvia Madsack

Sylvia Madsack, geboren und aufgewachsen in Hannover, beginnt nach dem Abitur ein Psychologiestudium in München. Ihre eigentliche Passion ist aber schon damals der Umgang mit Sprache. Aus einer Verlegerfamilie stammend, entscheidet sie sich für den journalistischen Werdegang: Beim Münchner Merkur absolviert sie ein Volontariat und wechselt dann als Textredakteurin zur Frauenzeitschrift Freundin. Doch Sylvia Madsacks große Leidenschaft gilt der Literatur.

Sie beginnt eine Laufbahn als literarische Übersetzerin, die mehr als zehn Jahre andauert. Da sie eine Weile in Südfrankreich gelebt hat, fühlt sie sich dieser Sprache besonders verbunden, übersetzt aber auch viele Titel aus dem Englischen. Dazu zählen neben diversen belletristischen Titeln auch Biographien von Klaus Kinski, Sean Connery, Yves Montand und anderen Schauspielern, aber auch über das Leben von Jean Paul Getty. “Übersetzen ist ein Knochenjob”, sagt Sylvia Madsack, “und zudem schlecht bezahlt und viel zu wenig gewürdigt. Ich habe es dennoch geliebt.”

Mitte der 90er Jahre kommt der Drang nach Veränderung auf. „Ich wollte noch einmal etwas Neues versuchen, bevor ich dafür zu träge wurde“, so Sylvia Madsack. Sie verlagert ihren Lebensmittelpunkt nicht nur in eine andere Stadt, sondern gleich in ein anderes Land: Die Schweiz war stets ein Sehnsuchtsort gewesen, und in Zürich findet sie nicht nur ein neues Zuhause, sondern eine Heimat. So ist Zürich als Schauplatz des ersten Graf-Stanislaw-Bandes auch eine Hommage an die Stadt. Schließlich ist erst dort der Traum vom eigenen Schreiben Realität geworden: „Mit der Veränderung der Lebensumstände wurde mir zugleich klar, dass ich damit nicht länger warten durfte. Schon Jahre bevor ein solcher Boom aus dem Vampirthema wurde, hatte ich mich intensiv damit beschäftigt. Es lag also nahe, dass ein Blutsauger der Held meines erstens Romans wurde.“

Ein erstes Manuskript entsteht, ein größerer deutscher Verlag zeigt sich interessiert: „Zum Glück wurde dann doch nichts daraus“, sagt die Autorin rückblickend. „Ich hatte die Geschichte ursprünglich als Satire angelegt, entschied mich dann aber, ein komplett neues Manuskript zu verfassen.” Im Herbst 2008 erscheint der erste Band der Graf-Stanislaw-Saga im Hamburger Verlag Hoffmann und Campe.

Ihre Urlaube verbringt Sylvia Madsack am liebsten im südspanischen Andalusien, wo sie weitere spannende Stanislaw-Geschichten erfindet: „Die Costa del Sol ist nicht gerade der ideale Aufenthaltsort für einen Vampir, aber gerade das fand ich spannend, und da ich inzwischen die Gegend gut kannte, habe ich Stanislaw im zweiten Band in Marbella agieren lassen.“

Der dritte Band der Stanislaw-Saga spielt in Transsylvanien. Die Autorin reist zwecks Recherche und Inspiration dorthin, wo alles begann: nach Rumänien, die Heimat von Graf Dracula, dem Urvater aller Vampire.

Die Autorin träumt „davon, dass ich die Geschichte von Stanislaw irgendwann einmal auf einer Kino-Leinwand oder im TV sehen darf.“

Sylvia Madsack © Alberto Venzago